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Schalk-HH, Boote, Reisen und Bauen

Gartenbank 2021/22

Unsere alten Gartenmöbel haben nun nach ca. 12 Jahren ausgedient.

Es waren vier Holzstühle mit einem großen Holztisch.
Man konnte sich auf diesen aber nicht hinlegen und mal ein kleines Nickerchen in der Sonne machen.

Die neuen sollten also anders.
Derzeit sind ja die ganzen Paletten Lounge Möbel angesagt.Da wir aber zum einen darauf liegen, andererseits aber auch zum Essen normal sitzen wollen, blieb mal wieder nur ein Eigenbau nach unseren Vorstellungen übrig.

Wir haben erstmal angefangen nach Polstern Ausschau zu halten.
Das war schon nicht so ganz einfach, aber wir haben im OBI Onlineshop welche gefunden.

Da die Polster ja nicht die ganze Zeit draußen bleiben sollen, haben wir auch gleich passende Taschen dazu gekauft.

Nun wussten wir ja, wie groß die Bänke werden durften und los ging's.
Erstmal ein kleines 1:10 Demo gebaut und meinen Schwager dem Tischler gezeigt. Der hat daraufhin dann ein paar Tipps gegeben wie man bestimmte Sachen am besten macht.

Die Bänke sollten aus 9x9 Balken gebaut werden mit 8x18 Bretter als Lehnen und zum drauf sitzen.
Wir haben vorher mal den Winkel gemessen, den die Lehnen haben sollen.
Deshalb wurde als erstes neues Werkzeug angefertigt:

Man kann hier wohl noch erkennen, wofür das gut ist, kommt aber gleich.Da die Lehnen ja schräg sein sollen, müssen in die Balken Nuten rein, damit die kleinen 4x5 Balken, dann die richtige Neigung haben.
Dazu habe ich ein Brett genommen in dem Winkel abgeschnitten in dem die Lehnen stehen sollen und oben und unten ein kleineres Brett angeschraubt.

Aber noch ein wichtiger Hinweis:

IMMER Gehörschutz und Staubmaske aufsetzen.


Als erstes müssen die Balken auf die richtige Länge abgesägt werden.
Ich habe das mit der Tischkreissäge gemacht.
Leider hat die nur eine Schnittiefe von 4,5 cm.
Ich habe die deshalb mehrmals drehen müssen.

Das nächste benötigte Werkzeug ist dann eine Handkreissäge.
Man nimmt dann den 4x5 Balken und stellt die Schnitttiefe ein:

Dann wird angezeichnet, wie breit die Balken sind und losgesägt.Als Führung wird nun der vorher angefertigte Winkel benutzt.

In kurzen Abständen dann sägen. die Überstände können dann mit einem Stecheisen einfach entfernt werden.

Wenn man das gut gemacht hat, sieht es so aus:

Wenn man das nicht gut gemacht hat, sieht es so aus und man den dicken Balken versaut:

Dann die kleinen  Balken anschrägen.

Und jetzt die Herausforderung. Da nicht nur hinten Lehnen sind sondern auch an einer Stirnseite, brauchen mehrere Balken einen zweiten Einschnitt.

Die kleinen Kanthölzer werden dann mit 5x50 Schrauben angeschraubt.
Ich habe hier alles nur geschraubt, nichts verklebt. Falls mal ein Holz anfängt zu verrotten, soll es ja einfach auszutauschen sein.

Dann kann das Grundgerüst mit schönen Winkeln zusammengeschraubt werden. Da das ganze ja immer draußen steht werden nur Edelstahl Schrauben und Winkel verwendet. Bekommt man übrigens ganz günstig bei befestigungsfuchs.de (deutlich günstiger als im Baumarkt).

Und so sieht dann das Grundgerüst aus.

Insgesamt werden es drei Bänke werden.
Eine davon soll aber auch zum öffnen sein, damit meine Frau ein paar Gartengeräte darin unterbringen kann.

Aus den 8x18 Hölzern wurden dann die ersten 'Sitze' und Lehnen gesägt und die 'Klappe' gebaut.

So, bis hierhin hat es ja Spaß gemacht das ganze zu bauen.
Nun musste aber jedes Holzteil dreimal gepinselt werden.Es gibt ja Holzschutz Lasur mit und ohne Lösungsmittel. Ich hätte ja gerne das ohne Lösungsmittel, damit ich die Teile auch im Keller pinseln kann. Leider gab es das nicht in unserer gewünschten Farbe. Also doch mit Lösungsmitteln.
Da ja nun auch Mitte Dezember ist, kann aber draußen nicht jeden Tag gepinselt werden und nach jedem Anstrich mindestens 24 Stunden trocknen lassen. Also hat das ganze gepinsel bis in den Febraur gedauert.
Zwischendurch aber erste Erfolgserlebnisse, als der erste Teil fertig war.

Dann das erste mal drauf gesetzt und gemerkt 'leider vermessen'. Sitz ist zu hoch. Selbst meine Beine baumeln in der Luft. Also nochmal zehn Zentimeter kürzer machen.

Aber irgendwann waren dann alle fertig.
Ich habe dann gemerkt, das man wohl durchaus damit nach hinten umkippen kann, wenn man sich mit Schwung hinten anlehnt.
Deshalb wurde da unterste Brett dann nochmal mit einem etwas längerem ersetzt. Nun 'kippelt' es auch nicht mehr.

Nun fehlt noch ein passender Tisch.

Der wird natürlich auch selbst gebaut mit eingebautem 'Kamin'.